Ideale Luftfeuchtigkeit für ein gesundes Raumklima

Ein gutes und vor allem gesundes Raumklima im Haus oder in der Wohnung steigert nachhaltig die Lebensqualität. Eine Verbesserung des Wohlbefindens schenkt dem Körper neue Energie, um den Tag erfolgreich zu gestalten und erleichtert im Anschluss die Erholung in den Abendstunden nach der Arbeit. Zu einem großen Anteil ist die ideale Luftfeuchtigkeit für die Qualität des Raumklimas verantwortlich. Die Luftfeuchte in einem Raum wird in Prozentzahlen angegeben und mit einem speziellen Gerät, dem Hygrometer, gemessen. Ein großer Prozentsatz der Bevölkerung reagiert ausgesprochen empfindlich auf zu hohe oder zu niedrige Werte bei der Luftfeuchtigkeit, in vielen Fällen ist dieser Umstand den Leidtragenden gar nicht bewusst. Dabei sind die Symptome bei einem falschen Luftfeuchtigkeitsniveau relativ eindeutig und können schnell erkannt werden.

Schöner Wohnraum

Ideale Luftfeuchtigkeit und ihre Zusammensetzung in Wohnräumen

Ideale Luftfeuchte

Die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung ist stark von der Raumtemperatur abhängig. Je wärmer die Umgebungsluft in einem Raum ist, desto mehr Feuchtigkeit kann diese aufnehmen. Im Gegensatz dazu kann kalte Luft viel weniger Wasserdampf aufnehmen und speichern. Die ideale Luftfeuchtigkeit hängt also hochgradig von der vorherrschenden Temperatur ab. Der bestehende Luftdruck spielt in diesem Fall nur eine nebensächliche Rolle. Der optimale Temperaturwert in oft genutzten Wohnräumen liegt zwischen 19° bis 20° C, im Schlafzimmer sollte die Temperatur etwas kühler sein und bei etwa 18°C liegen. Deshalb muss die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer anders als die Luftfeuchtigkeit im Rest der Wohnung sein. Die tatsächliche Luftfeuchtigkeit wird je nach Temperaturwert ganz anders wahrgenommen. Ein durchschnittlicher Wert von etwa 60 % wird vielerorts bei einer hohen Temperatur von über 30° C bereits als sehr unangenehm empfunden, da im diesem Fall viel mehr Wasserdampf in der Umgebungsluft enthalten ist. Darüber hinaus ist das perfekte Raumklima stark davon abhängig, ob es sich bei dem Haus oder der Wohnung um einen Neubau oder einen Altbau handelt. Moderne Neubauten sind in der Regel wesentlich trockener als Altbauten, in denen sich im Verlauf der Zeit und der Nutzung viel Feuchtigkeit abgelagert hat. Im Neubau wird durch leistungsfähige Dampfbremsen eine zweckdienliche Kapselung generiert, mit der keinerlei Luftbewegung mehr zwischen den inneren und äußeren Bereichen zugelassen ist. Auf diese Weise können die Wände keine Feuchtigkeit mehr von draußen aufnehmen und nach innen abgeben.

Kontrolliertes Lüften für eine ideale Luftfeuchtigkeit

Um die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung zu senken empfehlen wir einen Entfeuchter einzusetzen. Dieser entzieht der Zimmerluft zuverlässig ihre Feuchtigkeit. Dabei gibt es verschiedene Verfahren. Zum einen gibt es Luftentfeuchter, die mit einem Granulat gefüllt sind und der Luft so die überflüssige Feuchtigkeit entziehen. Auf der anderen Seite gibt es ebenfalls elektrische Entfeuchter. Diese liegen zwar im Anschaffungspreis etwas höher, müssen aber nicht in regelmäßigen Abständen nachgefüllt werden.

Generell sollten Sie versuchen Ihre Räume nie unter 18°C abkühlen zu lassen, dadurch steigt nur die relative Luftfeuchtigkeit. Außerdem kostet das Wiederaufheizen viel mehr Energie. Versuchen Sie alles zu vermeiden, was unnötig viel Feuchtigkeit in Ihre Wohnung bringt. Das betrifft vor allem nasse Kleidung, diese trocknen Sie am besten draußen, wenn Sie dazu die Möglichkeit haben. Ebenso sollten Sie darauf achten, nach dem Duschen das Badezimmer gut zu lüften und die Tür zu den übrigen Räumen geschlossen zu halten, bis die Feuchtigkeit entwichen ist.

Hausmittel zum Verringern der Luftfeuchtigkeit

Für Wohnräume ist eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 % bis 60 % empfehlenswert und wird dauerhaft als angenehm empfunden. Vor allem die richtige Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer verbessert nachhaltig und ausgeprägt Ihre Erholung während der Schlafphase in der Nacht. Selbst hohe Werte von etwa 70 % tragen zu einer Verbesserung des Wohlbefindens bei, dieses erhöhte Feuchtigkeitsniveau ist aber in den Wintermonaten nicht zu empfehlen. Eine Luftfeuchtigkeit in der Wohnung von unter 30 % empfinden fast alle Menschen als sehr unangenehm und äußerst belastend. Bei der Erreichung der idealen Luftfeuchte spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle. Vor allem mit dem richtigen und regelmäßigen Lüften halten Sie diesen Wert auf einem gesundheitsfördernden Niveau, während durch das Heizen im Winter der Wert stark herabgesetzt wird und ein ungesundes Maß erreicht. Mit einem funktionellen und dekorativen Zimmerbrunnen und einem leistungsstarken Luftbefeuchter können Sie den Feuchtigkeitswert schnell erhöhen und dauerhaft konstant halten. Letztendlich liegt die ideale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen für jede Person bei einem anderen Wert und kann durch vorhergehende Selbstversuche konkret ermittelt werden. Deshalb ist die Investition in einen Hygrometer sehr ratsam, um diesen Sachverhalt mit aussagekräftigen Messangaben zu dokumentieren.

Die Folgen von falscher Luftfeuchtigkeit in der Wohnung

Wenn in der Wohnung die falsche Luftfeuchtigkeit herrscht, hat dieser Umstand sowohl gesundheitliche Auswirkungen als auch materielle Schäden zur Folge. Häufig ist die falsche Luftfeuchte die Ursache von vielen alltäglichen Beschwerden, über die heutzutage geklagt wird. In der Regel handelt es sich dabei um einen zu niedrigen Wert bei der Luftfeuchte, welcher der Auslöser für diese Leiden ist. Hinweisende Anzeichen sind normalerweise zu trockene und stark gereizte Schleimhäute, juckende und brennende Augen, verspannte und blockierte Muskeln, wiederkehrende Kopfschmerzen, anhaltende Energielosigkeit, Einschränkung der Konzentrationsfähigkeit, Störungen des Schlafrhythmus und diverse Atembeschwerden. Vor allem Allergiker und Asthmatiker leiden unter mangelhaften Werten bei der Luftfeuchtigkeit und sollten dieser entgegen wirken. Die Folgen sind häufige Erkältungskrankheiten und behindernde Müdigkeit, viele Menschen leiden aus diesem Grund sogar an schweren Migräneattacken. Viele dieser Symptome lassen sich durch eine ideale Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen lindern. Auch Gebäude und Räume leiden unter einer unzureichenden Luftfeuchtigkeit, die zu hohen materiellen Folgekosten führen kann. Ist die Luftfeuchtigkeit im Winter zu hoch, führt dies schnell zu der Ausbildung von Schimmelpilzen. Da es im Außenbereich oft deutlich kälter und im Innenbereich dafür durch die stete Heizungsluft umso wärmer ist, kondensiert der Wasserdampf, welcher in der Luft enthalten ist, an den Wänden oder auf der Ebene der Dämmstoffe. Vor allem bei sehr schlecht isolierten Gebäuden und Räumen ist dies häufig der Fall. Ein Hinweis auf diesen Tatbestand ist die sich bildende Nässe am Fensterrand, welche sich bei kalten Außentemperaturen formiert. Wenn sich in den Ecken und Ritzen der Wohnung ein Schimmelpilzbefall ausbildet, ist die Ursache meistens eine viel zu hohe Luftfeuchtigkeit. Wenn die Wände bereits mit einer schimmligen Substanz überzogen sind, herrscht ein großes gesundheitliches Risiko für die Bewohner, welches sehr bedenklich und ernst zu nehmen ist. Außerdem müssen Sie auch mit einem gravierenden Wertverlust des Gebäudes rechnen.

Schimmel an der Wand

Ideale Luftfeuchtigkeit für Räume bestimmen

Um die ideale Luftfeuchtigkeit für die diversen Wohnräume zu bestimmen, bietet sich die Darstellung der entsprechenden Luftfeuchtigkeit als Tabelle an. Auf diese Weise können Sie sofort ersehen, wie hoch dieser Wert im jeweiligen Raum sein muss. Bei Wohnräumen und Arbeitsräumen mit einer durchschnittlichen Temperatur von 20° C sollte dieser Wert zwischen 40 - 60 % liegen, wogegen die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer bei einer Temperatur von 16 - 18 °C einen geringeren Wert von 40 - 50 % innehaben sollte. In der Küche ist ein Temperaturwert von 18° C optimal, in Verbindung mit einer Luftfeuchte zwischen 50 - 60 %. Im Badezimmer herrscht normalerweise eine höhere Temperatur von 23° C, deshalb kann hier die Luftfeuchte auf 50 - 70 % ansteigen. In Kellerräumen sind es oft nur 10 - 15 °C, wobei die Luftfeuchtigkeit auf 50 - 65 % ansteigen kann. Ein funktionstüchtiger Luftbefeuchter, oder im Notfall auch Luftentfeuchter, hilft Ihnen dabei, diesen Wert auf einem adäquaten und konstanten Niveau zu halten.

Ideale Luftfeuchtigkeit als Tabelle

Raum Ideale Temperatur Ideale Luftfeuchtigkeit
Wohnräume & Arbeitsräume 20 °C 40 - 60 %
Schlafzimmer 16 - 18 °C 40 - 60 %
Badezimmer 18 °C 50 - 60 %
Küche 23 °C 50 - 70 %
Keller 10 - 15 °C 50 - 65 %